Markus
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Bayern, Germany
I will remember those who have been forgotten.
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Favorite Game
1,804
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87
Achievements
Review Showcase
1,804 Hours played
tl;dr:
Wertung: 9.8/10 - Dringende Kaufempfehlung!


* 4X-Echtzeit-Strategie
* führe dein Sternenreich
* nahezu unendliche Anzahl Möglichkeiten für alle denkbaren Spielstile
* extrem hoher Wiederspielwert durch zufallsgenerierte Galaxie und Ereignisse
* fördert das Rollenspiel
* sehr viele Mods im Steam Workshop verfügbar
* schnelle CPU dringend empfohlen

Gameplay:
Dieses Spiel ist eines der umfangreichsten, die ich kenne.

Bei Stellaris handelt es sich um ein 4X-Echtzeit-Strategiespiel, bei dem es darum geht, ein Sternenreich in einer Galaxie zu führen. Dabei hat man die Möglichkeit, eine vorgefertigte Spezies zu spielen oder, was ich empfehlen würde, sein Volk selber zu erstellen. Schon hier gibt es eine nahezu unendliche Anzahl Möglichkeiten. Man kann alles spielen! Vom friedliebenden, agrikulturellen Volk demokratischer Schnecken über das theologische Vogelvolk mit Priesterkaste, das seine Religion unter allen Sternenvölkern verbreiten will, oder die kriegerischen Reptilien, die alles und jeden unterjochen, bis sogar zu dem Maschinen-Hivemind, das alles biologische Leben vernichten will... oder ihm dienen will? Wenn man möchte, kann man auch das agrikulturelle Vogelvolk spielen, dessen Religion befiehlt, alle anderen Rassen in der Galaxie zu fressen. Ich wüsste keine Gesellschaftsform, die dieses Spiel nicht erlaubt.

Hat man sein Volk erstellt, beginnt man das Spiel in seinem heimatlichen Sonnensystem und es gilt, die zufallsgenerierte Galaxie zu erforschen. Früher oder später trifft man auf fremde Sternenreiche, die sowohl aus anderen, ehemals vom Spieler erstellte Spezies bestehen oder auch zufällig generiert sein können. Diese haben natürlich ihre eigene Agenda, ihre eigenen Ziele, die mit beeinflussen, ob man mit seinen Nachbarn koexistieren kann oder Konflikte drohen. Gewürzt wird das Erforschen der Galaxie mit zufälligen Events, auf die man oft ganz seiner Gesellschaftsstruktur entsprechend reagieren kann. Rollenspiel wird sehr gefördert.

Selbstverständlich gibt es in Stellaris auch Forschung und Weiterentwicklung der Spezies. Die Forschung unterteilt sich in drei Unterbereiche, welche simultan erforscht werden. Jedes mal, wenn man eine Forschung abgeschlossen hat, kann man aus einer zufällig erstellten Liste von Möglichkeiten die nächste Forschung festlegen. So ist sichergestellt, dass man nicht stets nach Schema-F jedes Spiel in der selben, optimalsten Reihenfolge seine Technologien erwirbt. Außerdem kann man in dem Spiel auch seine Gesellschaft weiterentwickeln und bestimmte Boni freischalten, indem man in verschiedene Bereiche Punkte investiert. Hier legt man fest, ob man mehr Wert auf zum Beispiel Expansion legt, auf Harmonie, Forschung, das Erobern, Unterdrücken oder Herrschen über andere. Ist ein Bereich komplett, werden sehr mächtige Perks freigeschaltet, die die Gesellschaft in noch viel stärkerem Maße beeinflussen können. Vielleicht werten sich die Farmvolk-Schnecken kybernetisch auf oder die religiösen Vögel entwickeln PSI-Begabungen. Vielleicht beginnen die Kriegsreptilien damit, Habitate in ihren Systemen zu errichten weil ihre Eroberungsfeldzüge zum Stillstand kamen.

Einen besonderen Reiz stellt es dar, dass nahezu jede Entscheidung, Einfluss auf das weitere Spiel hat. Ein eigentliches Spielziel kennt Stellaris im Grunde nicht. Ja, man kann das Spiel "gewinnen", indem man zum Beispiel einen Großteil der Galaxie kontrolliert, aber man kann danach auch genauso weiterspielen und normalerweise spielt man das Spiel auch gar nicht auf den Gewinn hin. Der Weg ist hier eindeutig das Ziel.

Stellaris schreibt auch nicht vor, wie man zu spielen hat. Man kann durchaus ohne je einen Krieg geführt zu haben und allein durch diplomatisches Geschick zum Beispiel eine Föderation gründen oder durch technologische Überlegenheit, Nachbarn ins Vasallentum "überreden". Man kann natürlich auch alles und jeden unterjochen, ausrotten oder sogar fressen. Jede Art von Spiel wird gefördert.

Grafik & Sound:
Die Grafik von Stellaris ist gut, aber auch nicht überragend. Meist spielt man wohl so, dass man maximale Übersicht hat. Hier ist die Grafik dann gut, jedoch wird man die UI aus Gründen der Übersicht vielleicht mit einem Mod aus dem Steam-Workshop optimieren wollen.

Das Spiel kommt mit sehr guter und passender Musik, die auch erst nach sehr vielen Spielstunden langweilig oder repetiv werden könnte. Die Soundeffekte im Spiel sind gut und dem Genre angemessen.

Technik:
Auch wenn zu Anfang das Spiel keine zu hohen Anforderungen an den Computer stellt, rate ich dazu, insbesondere für das Lategame, einen PC mit schneller CPU zu nutzen. Dabei ist die Singlecore-Leistung wichtiger als die Anzahl der möglichen Threads. Am Ende des Spiels muss die Gameengine extrem viel im Hintergrund berechnen und bei schwächeren Computern leidet die Performance stark.

Mods:
Es gibt eine große Modding-Community zu dem Spiel und fast nichts, was nicht gemoddet werden kann und gemoddet wird.

Preis:
Der Preis für die Basisversion ist mehr als angemessen. Die 40€ sind in jedem Fall gut investiert. Viele DLC sind vom Preis her auch okay, man sollte sich natürlich in den Reviews dort genauer informieren, denn allein schon die Menge der DLC kann das komplette Spiel sehr sehr teuer machen. Und man kann davon ausgehen, dass noch viele kleinere und größere Erweiterungen in den kommenden Monaten und Jahren dazukommen.

Folgt doch unserem Empfehlungs-Programm: GGC-Curations, wenn ihr mehr Reviews wie dieses lesen wollt.
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SalzStange 5 Jan, 2025 @ 4:30am 
Ich wünsche euch einen guten Start ins neue Jahr 2025.
SalzStange 18 Feb, 2023 @ 5:38am 
Ich hoffe es geht dir gut, man liest nichts mehr von dir :) Hab ein schönes Wochenende
Avolie 24 Jan, 2015 @ 12:38am 
watt? wer bist du denn?
MysticOne578 20 Oct, 2014 @ 1:39pm 
schönes Profil :o)
Avolie 17 May, 2014 @ 3:23am 
Langeweile-Kommentar :pandastunned:
Markus 24 Jul, 2013 @ 9:10pm 
(Deine) Testkommentare lösche ich ned. :D