996
Products
reviewed
1686
Products
in account

Recent reviews by Drakezer0

< 1  2  3 ... 100 >
Showing 1-10 of 996 entries
3 people found this review helpful
16.6 hrs on record
Knallhart in der Arkologie

Und ich dachte immer, Großstädte auf der Erde wären schon schlimm…

Gameplay
“The Ascent” ist ein Twin-Stick Shooter, in dem wir uns durch die Welt schießen. Fügt man noch aufladbare Gegenstände wie Granaten und ein paar Spezialfähigkeiten hinzu, ist die Mischung hier schon fertig. Dazu gibt es noch ein simples Deckungssystem, dass ziemlich nützlich ist. Wir laufen durch die Gegend und erledigen simple Aufgaben wie “Töte X” und “Besorg mir Y”. Dabei gibt es unterschiedliche Levelbereiche, wobei wir auch schnell man in ein höherleveliges Gebiet reinstolpern können. Das Spiel selbst macht gut Spaß, aber das Prinzip bleibt die ganze Zeit dasselbe. Ich hatte trotzdem Spaß, immer wieder mal neue Waffen und Fähigkeiten auszuprobieren, während wir im simplen Skillbaum unsere Attribute verbessert haben. Wir? Genau, wir! Schön ist in “The Ascent” nämlich, dass wir das Spiel mit bis zu vier Spielern erleben können, egal ob Online oder auf dem Sofa.
https://eo.steamhost.cc/steamcommunity_com/sharedfiles/filedetails/?id=3621773253
Manchmal ploppen Feinde leider auch im Sichtfeld auf, was etwas die Immersion stört. Aber besonders schlimm ist das nicht. Manchmal hängt man sich auch irgendwo auf und muss eine Ausweichrolle ausführen. Ingesamt gab es zwar ein Bugs, aber alles waren jetzt eher Kleinigkeiten.

Story
Als Indent, eine Art Konzernsklave, kommen wir in der Hoffnung auf ein besseres Leben auf den Planeten Veles mit anderen Alienvölkern. Wir arbeiten dabei für die Ascent Group in einer riesigen Arkologie und rackern uns den Hintern ab, bis eines Tages der Konzern plötzlich pleite geht. Oh Mist! Da dem Konzern alles gehört und damit auch die Polizei, ist Chaos vorprogrammiert. Auf Geheiß unseres Vorgesetzen versuchen wir nun, den Laden zusammen zu halten und rauszufinden, was überhaupt passiert ist.
https://eo.steamhost.cc/steamcommunity_com/sharedfiles/filedetails/?id=3621772940
Die Story ist selber jetzt nicht gerade ein totaler Bringer, ebenso wie die Nebengeschichten. Die sind meistens recht eintönig, auch wenn das Spiel ein paar gute Sprüche auf Lager hat.

Grafik/Sound
Grafisch ist das Spiel sehr hübsch und erinnert an ein Cyberpunk 2077, nur eben von oben. Gleichzeitig wechselt das Spiel meistens ganz gut die Perspektive. Nur manchmal sieht man nicht genug und das Effektfeuerwerk geht ein wenig zu weit.
https://eo.steamhost.cc/steamcommunity_com/sharedfiles/filedetails/?id=3621773181
Soundtechnisch ist das Spiel auch ziemlich gut. Die englische Vertonung ist stimmig und die Atmosphäre wird gut transportiert.

DLC
Neben kosmetischen Inhalten gibt es nur das “Cyber Heist”-DLC. Dieses spielt nach dem Ende des eigentlichen Spiels und fügt noch einmal ein paar Missionen und Ausrüstung hinzu. Man kann also entspannt das DLC nach dem eigentlichen Spiel kaufen, wenn man noch nicht genug hat. Das DLC selber ist aber auch nur ausgeglichen bewertet.

Fazit
„The Ascent“ ist kein Spiel, dass ich zum Vollpreis empfehlen würde. Dafür bleibt es doch durchgängig dasselbe und nutzt sich etwas ab. Das heißt aber nicht, dass es keinen Spaß macht. Das Schöne ist hier der Koopmodus. Als Solospieler gibt es bessere (und günstigere) Alternativen, aber sich aufs Sofa setzen, Kopf ein wenig ausschalten und einfach mal durchballern? Das war schon cool. Fairerweise gibt es das Spiel auch für sehr wenig Geld im Internet zu kriegen und dafür hatten wir echt unseren Spaß. Solospieler lassen lieber die Finger weg und Koopspieler können sich das Spiel bei Lust auch günstig schießen. Gerade für Letztere lohnt es sich.


Du suchst kognitiv eher was Anspruchsvolles oder das hier ist voll dein Ding? Egal, welche Meinung du hast, in meiner Steamgruppe und der German Steam Community findest du noch viele weitere Reviews zu verschiedensten Titeln.
Posted 23 December, 2025. Last edited 23 December, 2025.
Was this review helpful? Yes No Funny Award
3 people found this review helpful
5.5 hrs on record
Alter Falter

Ich habe ja mal als Kind in der Kirche einen Papierflieger am Ende des Gottesdienstes losgeschickt. Da gab es Verärgerung und Belustigung zugleich. Ich war auf jeden Fall belustigt!

Gameplay
“Stirb Pablo! – Ein Tower Defense” ist im Kern ein abgespecktes Plants vs. Zombies. Wir können Papierflieger als Waffe selber schicken oder für mehr Papier Katapulte aufstellen. Die machen zwar weniger Schaden, aber schießen von selber Papierflieger ab. Hinzukommen noch 5 elementare Papierflieger, die zum Beispiel Feinde einfrieren, zurückstoßen oder mit Säure belegen. Insgesamt läuft das Spiel aber langsam ab.
Je nachdem, wie wir im Level abschneiden, erhalten wir verschiedene Arten von Erfahrungspunkten. Die können wir dann für verschiedene Upgrades verwenden und legen so unsere Stärken fest. Gleichzeitig gibt es auch Verbesserungen, wenn wir einfach Meilensteine (“baue X Katapulte”) erreichen. Leider stimmt hier die Balance oft nicht und die Level sind sehr unterschiedlich schwer.
Ein Beispiel für die missglückte Balance: Später schaltet man eine Fähigkeit frei, mit der man 5 Papierflieger gleichzeitig für 10 Papier auf zufälligen Linien losschicken kann. Aber man kann die 5 Flieger halt auch für etwas mehr als 5 Papier einzeln los schicken.
Das Spiel hat für das, was es da technisch bietet, sehr lange Ladezeiten. Besonders nervig ist es dabei, dass wir zwar ohne Ladezeiten ins nächste Level kommen, aber der Weg zurück ins Hauptmenü oder den Fähigkeitsbaum benötigt einen Ladebildschirm. Möchte ich nach der Runde also mal aufwerten gehen und dann weiterspielen, brauche ich zwei Ladescreens dafür. Ebenfalls habe ich festgestellt, dass beim Aufrufen des Pausenmenüs und dann dem Wiedereinstieg, dass das Spiel heftig anfängt zu ruckeln.

Story
In einer Welt, in der alle Menschen Küchenschaben sind, ist Pablo ein Restaurantkritiker. Als er jemanden schlecht bewertet, kriegt er Hasspost nach Hause und nutzt diese kräftigen Worte dann gegen seine Feinde. Die Story ist jetzt nicht gerade wichtig und wird in sehr einfachen Comics auf dem Ladescreen erzählt. Hier darf man dem Entwickler zumindest zugute halten, dass viele Dinge wie beispielsweise die Gegnernamen mit Wortwitzen etwas knuffig sind.

Grafik/Sound
Zusätzlich zu den langen Ladezeiten habe ich leider heftiges Bildschirmflackern, wenn das Spiel lädt oder die Ergebnisse kommen. Wenn ich länger aus dem Spiel tabbe oder das Monsterbuch in der Runde öffne, stockt das Spiel zudem extrem. Die Auflösung lässt sich leider auch nur fest auswählen, aber in meinem Fall nicht an meine Standardauflösung anpassen. Technisch ist es also wirklich nicht toll…Etwas witzig ist, dass es nur drei Sprachen gibt: Englisch, Deutsch und Schwäbisch.

Fazit
„Stirb Pablo! – Ein Tower Defense“ ist ein schlechtes Spiel. Der Entwickler hat hier und da zwar auch etwas Humor, aber das rettet das Spiel nicht. Das Spiel ist trotz der netten Idee eines Skilltrees ziemlich schwach, schlecht ausbalanciert und technische Probleme gibt es überall. Ein bisschen Spaß hat es mir zwar trotzdem gemacht, aber den aktuellen Preis von 10€ sehe ich da nicht im Ansatz. Selbst für 2€ und ohne technische Fehler wäre es noch zu kritisch. Wenn ihr Papierflieger fliegen sehen wollt, bastelt ihr sie also immer noch besser selber.


Ich habe das Spiel übrigens kostenlos vom Entwickler über das Kuratorenprogramm meiner Steamgruppe bekommen. Für mehr Reviews von mir und auch anderen cleveren Schreiberlingen schau doch mal dort oder in der German Steam Community vorbei!
Posted 9 December, 2025. Last edited 9 December, 2025.
Was this review helpful? Yes No Funny Award
4 people found this review helpful
0.9 hrs on record
Eine Station im Nirgendwo?

“Hellpoint: The Thespian Feast” wirkt zuerst wie eine kleine kostenlose Erweiterung. Aber im Kern ist es eher eine Gameplaydemo zum Indie-Spiel Hellpoint. Das nachfolgende Review bezieht sich daher auf das Hauptspiel. Hier geht es zum fast deckungsgleichen Review des Hauptspiels.

Gameplay
“Hellpoint” ist ein futuristisches Souls-Like, in dem wir uns durch eine runtergekommene Raumstation schnetzeln. Der Nahkampf ist hier klar im Fokus, aber wir können auch mit Distanzwaffen und Fähigkeiten unsere Stärken ausspielen. Generell fühlt sich das Spiel fair und abgerundet an. Wenn es uns erwischt, sind wir in der Regel selber daran schuld. Für ein Souls-Like ist “Hellpoint” aber keine extreme Herausforderung, auch wenn es sicherlich nicht einfach ist. Aber mit sammelbaren Items können wir den Schwierigkeitsgrad extrem erhöhen und uns das Leben so richtig, richtig schwer machen. Im Vergleich zu anderen Souls-Likes ist die Gefahr allerdings auch hoch, irgendwo in den Tod zu stürzen. Eine nette Idee ist, wie der Spielfortschritt gemessen wird. So geben Bosse und Risse (das Äquialevent zum Lagerfeuer) zusätzliche Prozente, aber auch Wissen, dass wir über die Welt erfahren. Dieses ist für den Storyfortschritt notwendig.
https://eo.steamhost.cc/steamcommunity_com/sharedfiles/filedetails/?id=3609610783
Typisch für das Genre gibt es viele Spielmechaniken, die man sich selber erschließen muss. Hier spielt die Zeit zum Beispiel eine wichtige Rolle. Etwas verwirrend war allerdings das Inventarmanagement und die Attribute, die mit jeder Erhöhung teurer.
https://eo.steamhost.cc/steamcommunity_com/sharedfiles/filedetails/?id=3609610494
Besonders clever ist die Welt von “Hellpoint”. Denn das vertikale und verschachetelte World-Building sorgt dafür, dass man die Augen immer offen halten sollte. Das ist hier wirklich anspruchsvoll, aber eben auch sehr belohnend! Selbst hinter absolut unscheinbaren Ecken können große und optionale Bereiche auf den neugierige Entdecker warten. Überall winken versteckte Gegenstände, an denen man leicht vorbeilaufen kann.
Einer der großen Stärken des Spiels ist auch der Multiplayer, sei es über das Internet oder lokal im Splitcreen. Sobald man ungefähr Minuten zum ersten Riss gespielt hat, kann man anderen Spielern einfach beitreten. Etwas ärgerlich, wenn auch verständlich, ist allerdings, dass Spieler 1 hier wichtiger als der zweite Spieler ist. Nur Spieler 1 kann eine neue Karte laden, mit relevanten Inhalten interagieren und verliert beim Tod zunächst seine Währung. Spieler 2 hat da beim Tod nichts zu befürchten, respawnt aber mit, wenn es Spieler 1 erwischt. Da fühlt sich als zweiter Spieler etwas blöd, aber generell Splitscreen ist bei solchen Spielen derart selten, dass ich gut damit leben konnte. Zum Spielen eignet sich übrigens definitiv der Controller besser.
Leider hat das Spiel auch ein mehrere Bugs. Wir haben es geschafft, uns in den freien Fall zu glitchen, zweimal wurde die gesamte Umgebung ausgeblendet und gerade an Schrägen kann der Charakter nicht so gut laufen und hängt öfters fest. Das war zwar nervig, hat uns aber jetzt keinen ganz großen Abbruch getan. Die Spielzeit varriiert bei “Hellpoint” stark. Man kann das Spiel bei schon ca. 50% des eigentlichen Inhalts beenden oder weiter die Station erkunden. Diese Demo bringt nur eine kurze Spielzeit mit. Nach 30 Minuten bis maximal 1,5 Stunden sollte man hier durch sein.

Story
Als synthethischer Mensch erwachen wir in einer weit entfernten Zukunft auf der Raumstation Irid Novo. Überall auf der Station wimmelt es von mutierten Menschen und einer anderen Spezies. Nach kurzer Spielzeit gibt uns unser Schöpfer, der sogenannte Autor, den Auftrag, mehr über das Geschehen und die Welt zu erfahren. Viel mehr Geschichte kriegt man zunächst auch nicht.
https://eo.steamhost.cc/steamcommunity_com/sharedfiles/filedetails/?id=3609610047
Unterwegs treffen wir ein paar Charaktere, mit denen wir reden können, und Bücher, die uns generell mehr über die Geschichte verraten. Der Fokus liegt eher auf dem Gameplay, die Story kann man leider wirklich vernachlässigen. Sie ist dünn erzählt und bietet trotz verschiedenen Enden nur sehr wenig.

Grafik/Sound
Das Spiel hat keine schlechte Optik, auch wenn sie sicher nicht mit den großen Titeln mithalten kann. Wenn ich Hellpoint beschreiben müsste, dann als dunkel. Die Dunkelheit kommt tatsächlich gut im Gameplay zum tragen und macht mit dem komplizierten Level Design viele Erkunden noch schwieriger. Ansonsten ist die Welt recht schön gestaltet.
Interessant ist, dass alle Charaktere und Aufzeichnungen in einer Fantasysprache aufgenommen sind. Wobei ich mehrmals dachte, eher eine slawische Sprache zu hören. Musik gibt es nicht soviel und die Soundeffekte sind zumindest in Ordnung. Das Spiel bleibt hier aber eher ruhig.

DLC
Das “Blue Sun”-DLC bringt drei neue Areale mit sich, die man ab ca. 50% der benötigten Informationen betreten kann. Die Areale selber sind echt schick und bieten neue Ausrüstung und Feinde. Der Schwierigkeitsgrad, aber auch die Belohnungen sind hier deutlich höher als im Hauptspiel. Schade fand ich nur, dass auch hier kaum etwas storyrelevantes passiert.

Fazit
„Hellpoint“ wäre an sich nicht meine erste Wahl als Souls-Like, auch wenn es vieles gut macht. Es ist solide. Die ganz großen Pluspunkte waren für mich aber zum einen das Sci-Fi Setting und zum anderen der Multiplayer, insbesondere im Splitscreen. Das war auch ausschlaggebend für den Kauf. Wer ein gutes Souls-Like sucht, ist hier gut beraten, sollte aber den Schwierigkeitsgrad im Spiel aber dann steigern. Gut unterhalten wurden wir von „Hellpoint“ zumindest und so manches Mal haben wir das Zeitliche gesegnet. Dementsprechend gibt es von mir einem Daumen nach oben.


We all are going to Hell…point someday? Äh Dann folge mir doch in meiner Steamgruppe, wo ich meine Reviews als Kurator verfasse. German Steam Community
Posted 27 November, 2025. Last edited 27 November, 2025.
Was this review helpful? Yes No Funny Award
4 people found this review helpful
31.6 hrs on record
Eine Station im Nirgendwo?

Wenn du auf einer Raumstation voller Monster aufwachst, was tust du?

Gameplay
“Hellpoint” ist ein futuristisches Souls-Like, in dem wir uns durch eine runtergekommene Raumstation schnetzeln. Der Nahkampf ist hier klar im Fokus, aber wir können auch mit Distanzwaffen und Fähigkeiten unsere Stärken ausspielen. Generell fühlt sich das Spiel fair und abgerundet an. Wenn es uns erwischt, sind wir in der Regel selber daran schuld. Für ein Souls-Like ist “Hellpoint” aber keine extreme Herausforderung, auch wenn es sicherlich nicht einfach ist. Aber mit sammelbaren Items können wir den Schwierigkeitsgrad extrem erhöhen und uns das Leben so richtig, richtig schwer machen. Im Vergleich zu anderen Souls-Likes ist die Gefahr allerdings auch schon so hoch, irgendwo in den Tod zu stürzen. Eine nette Idee ist, wie der Spielfortschritt gemessen wird. So geben Bosse und Risse (das Äquialevent zum Lagerfeuer) zusätzliche Prozente, aber auch Wissen, dass wir über die Welt erfahren. Dieses ist für den Storyfortschritt notwendig.
https://eo.steamhost.cc/steamcommunity_com/sharedfiles/filedetails/?id=3609610783
Typisch für das Genre gibt es viele Spielmechaniken, die man sich selber erschließen muss. Hier spielt die Zeit zum Beispiel eine wichtige Rolle. Etwas verwirrend war allerdings das Inventarmanagement und die Attribute, die mit jeder Erhöhung teurer.
https://eo.steamhost.cc/steamcommunity_com/sharedfiles/filedetails/?id=3609610494
Besonders clever ist die Welt von “Hellpoint”. Denn das vertikale und verschachetelte World-Building sorgt dafür, dass man die Augen immer offen halten sollte. Das ist hier wirklich anspruchsvoll, aber eben auch sehr belohnend! Selbst hinter absolut unscheinbaren Ecken können große und optionale Bereiche auf den neugierige Entdecker warten. Überall winken versteckte Gegenstände, an denen man leicht vorbeilaufen kann.
Einer der großen Stärken des Spiels ist auch der Multiplayer, sei es über das Internet oder lokal im Splitcreen. Sobald man ungefähr Minuten zum ersten Riss gespielt hat, kann man anderen Spielern einfach beitreten. Etwas ärgerlich, wenn auch verständlich, ist allerdings, dass Spieler 1 hier wichtiger als der zweite Spieler ist. Nur Spieler 1 kann eine neue Karte laden, mit relevanten Inhalten interagieren und verliert beim Tod zunächst seine Währung. Spieler 2 hat da beim Tod nichts zu befürchten, respawnt aber mit, wenn es Spieler 1 erwischt. Da fühlt sich als zweiter Spieler etwas blöd, aber generell Splitscreen ist bei solchen Spielen derart selten, dass ich gut damit leben konnte. Zum Spielen eignet sich übrigens definitiv der Controller besser.
Leider hat das Spiel auch ein mehrere Bugs. Wir haben es geschafft, uns in den freien Fall zu glitchen, zweimal wurde die gesamte Umgebung ausgeblendet und gerade an Schrägen kann der Charakter nicht so gut laufen und hängt öfters fest. Das war zwar nervig, hat uns aber jetzt keinen ganz großen Abbruch getan. Die Spielzeit varriiert bei “Hellpoint” stark. Man kann das Spiel bei schon ca. 50% des eigentlichen Inhalts beenden oder weiter die Station erkunden.

Story
Als synthethischer Mensch erwachen wir in einer weit entfernten Zukunft auf der Raumstation Irid Novo. Überall auf der Station wimmelt es von mutierten Menschen und einer anderen Spezies. Nach kurzer Spielzeit gibt uns unser Schöpfer, der sogenannte Autor, den Auftrag, mehr über das Geschehen und die Welt zu erfahren. Viel mehr Geschichte kriegt man zunächst auch nicht.
https://eo.steamhost.cc/steamcommunity_com/sharedfiles/filedetails/?id=3609610047
Unterwegs treffen wir ein paar Charaktere, mit denen wir reden können, und Bücher, die uns generell mehr über die Geschichte verraten. Der Fokus liegt eher auf dem Gameplay, die Story kann man leider wirklich vernachlässigen. Sie ist dünn erzählt und bietet trotz verschiedenen Enden nur sehr wenig.

Grafik/Sound
Das Spiel hat keine schlechte Optik, auch wenn sie sicher nicht mit den großen Titeln mithalten kann. Wenn ich Hellpoint beschreiben müsste, dann als dunkel. Die Dunkelheit kommt tatsächlich gut im Gameplay zum tragen und macht mit dem komplizierten Level Design viele Erkunden noch schwieriger. Ansonsten ist die Welt recht schön gestaltet.
Interessant ist, dass alle Charaktere und Aufzeichnungen in einer Fantasysprache aufgenommen sind. Wobei ich mehrmals dachte, eher eine slawische Sprache zu hören. Musik gibt es nicht soviel und die Soundeffekte sind zumindest in Ordnung. Das Spiel bleibt hier aber eher ruhig.

DLC
Das “Blue Sun”-DLC bringt drei neue Areale mit sich, die man ab ca. 50% der benötigten Informationen betreten kann. Die Areale selber sind echt schick und bieten neue Ausrüstung und Feinde. Der Schwierigkeitsgrad, aber auch die Belohnungen sind hier deutlich höher als im Hauptspiel. Schade fand ich nur, dass auch hier kaum etwas storyrelevantes passiert.

Fazit
„Hellpoint“ wäre an sich nicht meine erste Wahl als Souls-Like, auch wenn es vieles gut macht. Es ist solide. Die ganz großen Pluspunkte waren für mich aber zum einen das Sci-Fi Setting und zum anderen der Multiplayer, insbesondere im Splitscreen. Das war auch ausschlaggebend für den Kauf. Wer ein gutes Souls-Like sucht, ist hier gut beraten, sollte aber den Schwierigkeitsgrad im Spiel aber dann steigern. Gut unterhalten wurden wir von „Hellpoint“ zumindest und so manches Mal haben wir das Zeitliche gesegnet. Dementsprechend gibt es von mir einem Daumen nach oben!


Wer Interesse hat, sich aber noch nicht so sicher ist, kann sich ja mal Hellpoint: The Thespaian Feast anschauen. Das spielt zwar angeblich nach dem Ende des Spiels, erzählt storymäßig aber gar nichts. Dazu ist es kostenlos und im Kern eine kurze Demo, was „Hellpoint“ so zu bieten hat.



We all are going to Hell…point someday? Äh Dann folge mir doch in meiner Steamgruppe, wo ich meine Reviews als Kurator verfasse. German Steam Community
Posted 25 November, 2025. Last edited 27 November, 2025.
Was this review helpful? Yes No Funny Award
5 people found this review helpful
9.1 hrs on record
Stein um Stein

Das Wichtigste ist es, nicht runter zu gucken. Okay, dass stimmt nicht. Wichtiger ist es, nicht herunter zu fallen!

Gameplay
In “PEAK” erklettern wir gemeinsam Berge in verschiedenen Biomen und versuchen dabei, nicht herunterzufallen. Das Klettern geht dabei sehr simpel von der Hand: Einfach mit der Maustaste irgendwo festhalten und bewegen. Aber so einfach ist es dann doch nicht. Denn Schlüssel ist die Ausdauer, mit der wir stets zu kämpfen haben und Pausen einplanen müssen. Zusätzlich gibt es durchaus auch Gefahren in der Umwelt, die zu Verletzungen, Vergiftungen und Verbrennungen führen können. Diese führen zwar nicht direkt zum Tode, jedoch verringern sie unsere Ausdauer, was uns das Leben schwerer macht. Auch die Anzahl der getragenen Gegenstände und der Hunger verringern unser Ausdauerpotenzial. Hat jemand aus der Gruppe also schon viel gelitten, muss man mit Items und Hilfestellungen wie dem Handreichen die Person irgendwie nach oben kriegen. Niemand wird zurückgelassen!
Der Fokus von “PEAK” liegt nämlich eindeutig auf dem kooperativen Gameplay, bei dem man sich viel unterstützen und absprechen kann. Außerdem können wir ohne Rucksack gerade einmal 3 Gegenstände mitführen. Die Person mit dem Rucksack ist wiederum jedoch weniger beweglich und muss ja auch irgendwie nach oben kommen. Sollte eine Person außerdem derart was auf den Deckel bekommen, kann man sie auch in Sicherheit bringen und mit Glück aus der Ohnmacht wieder rausholen. Die gefunden Gegenstände sind mal mehr, mal weniger nützlich. Allerdings wird es immer schwerer, etwas zu essen zu finden und manche Gegenstände wie ein Seil können sehr hilfreich werden.
Die zu durchquerenden und sehr unterschiedlichen Biome rotieren dabei zwischen den Spielverläufen. Man hat mit einem Durchlauf also noch gar nicht alle Regionen des Spiels erlebt. Ein Durchlauf dauert so 1-2 Stunden, aber das Spiel bietet eben genug Potenzial, öfters gespielt zu werden. Zum Anfang lohnt sich da auch der Beginner Schwierigkeitsgrad, bevor man es auf dem PEAK-Level versucht.

Story
Eigentlich wollten wir ja nur gemütlich in den Urlaub fliegen. Aber ein KRACH, BUMM und AUTSCH sind wir auf einer Insel gestrandet und müssen den Berg erklimmen, um von dort ein Notsignal zu senden. Wirklich mehr Story außer ein paar Blätter von vorangegangenen Kletteren haben wir auch nicht.

Grafik/Sound
Die Grafik ist sehr bunt und knuffig. Sie verspricht fröhliche Vibes, auch wenn der Titel durchaus mal herausfordernd werden kann. Die unterschiedlichen Biome kommen dabei nicht nur mit ihren ganz eigenen Herausforderungen, sondern auch mit ganz eigener Optik.
https://eo.steamhost.cc/steamcommunity_com/sharedfiles/filedetails/?id=3554413656
Für die Spielfiguren kriegen wir für jedes absolvierte Level zufällig Cosmetics freigeschaltet. Sonst gibt es aber abseits von Achievements und lustigen Runden nichts zu erreichen.
Die Soundkulisse fand ich jetzt nicht besonders, aber ausreichend. Es gibt am Anfang eine Tröte, die man eindeutig bis zum Ende mitnehmen muss. Das ist einfach Bergsteiger-Ehrensache!

Fazit
„PEAK“ ist ein tolles Abenteuer im Koop, in dem es viel zu Lachen gibt. Zwar lässt es sich alleine spielen, aber gerade das gegenseitige Unterstützen und Überlegen, wie es nun weiter geht, machen den Spielspaß aus. Das Spiel ist kein absoluter Dauerbrenner, aber für kleines Geld gibt es hier eine wirkliche spaßige Kooperfahrung, bei dem die Durchläufe sich immer etwas verändern und gemeinsames Lachen und Unfälle einfach vorprogrammiert sind. Nicht umsonst ist „PEAK“ für so eine kleine Sache erstaunlich groß rausgekommen und ich kann es jedem empfehlen, der Leute für den Koop hat.



Bevor du in die nächste Felsspalte fällst: Wenn dir das Review gefallen hat, schau doch mal in meiner Steamgruppe und der German Steam Community vorbei, in denen du viele weitere praktische Reviews findest. Wenn du dort folgst, werden dir die Reviews sogar direkt auf der Shopseite eines Spiels angezeigt!
Posted 16 November, 2025. Last edited 28 November, 2025.
Was this review helpful? Yes No Funny Award
7 people found this review helpful
13.2 hrs on record
Early Access Review
Auf der schiefen Bahn

Auf den ersten Blick wusste ich nicht, ob der “Trans-Siberian Railway Simulator” einer dieser pseudowitzigen Simulatoren ist. Ist er aber tatsächlich nicht!

Gameplay
Denn es geht hier wirklich um das Zugfahren im Detail. Wir fahren den Zug aus der Ego-Perspektive und steuern ihn mithilfe der vielen Bedienelemente. Das heißt, wir müssen uns mit der Technik des Zuges auseinandersetzen und verstehen, wie die Maschine grundsätzlich funktioniert.
https://eo.steamhost.cc/steamcommunity_com/sharedfiles/filedetails/?id=3561896147
Das kann am Anfang schon überfordern. Wer aber lernwillig und an sowas interessiert ist, der steht bald schon voll Stolz am Hebel seiner Lokomotive. Neben dem Fahren müssen dabei auch Streckensignale und Symbole beachtet werden. Langeweile kommt da nicht so schnell auf.
Zusätzlich müssen wir auch außerhalb des Zuges Dinge erledigen. Das beinhaltet Dinge wie Weichen stellen und Reparaturen, aber auch andere Aufträge und Shooter-Einlagen. Die sind zwar nicht gerade AAA Material, aber es bringt Abwechslung und gute Gründe zum Anhalten ins Spiel.
https://eo.steamhost.cc/steamcommunity_com/sharedfiles/filedetails/?id=3561896613
Zudem hat unser Charater auch typische Bedürfnisse wie Wärme, Essen und Trinken. Als guter Russe müssen wir dabei sogar Alkohol trinken und die richtige Balance zwischen Saufen und Hangover im Auge behalten. На посошок!

Story
In den 80er Jahren werden wir aus dem Gulag, einem harten Gefängnis in der Sowjetunion, entlassen. Dabei sind wir offenbar nicht wegen guter Führung entlassen worden, sondern weil uns die Mafia rausgeholt hat. Die will uns nämlich wieder als Lokführer haben, damit wir schmutzige Jobs nebenher erledigen, während wir ohnehin durch das Land reisen.
https://eo.steamhost.cc/steamcommunity_com/sharedfiles/filedetails/?id=3561897087
Eine so wirklich zusammenhängende Geschichte hab ich bisher nicht erlebt, aber es gibt viele kleinere Aktionen. So beginnt auf jeden Fall unsere Reise vom sehr weit östlich gelegenen Nowosibirsk in Richtung Westen.

Grafik/Sound
Eine Augenweide ist das Spiel sicherlich nicht. Aber viele Simulatoren bedienen sich ja sehr einfacher Grafik und hier liegt der Fokus der Entwickler sicherlich mehr auf dem Detailgrad als auf der Ästhetik. Trotzdem habe ich es genossen, durch die verschneiten Regionen zu fahren und sich dabei wie ein richtiger Zugfahrer zu fühlen.
Synchronisiert ist das Spiel zwar komplett, allerdings nur auf russisch. Da ich den Übersetzungen bei kleinen Spielen in viele Sprachen nicht traue, hab ich den Text auf Englisch gelassen. Die Übersetzung ist zumindest okay, auch wenn sich klar Fehler einschleichen. Amüsant war diesen pseudophilosophischen Vorträge der Auftraggeber.

Fazit
Der „Trans-Siberian Railway Simulator“ ist deutlich mehr als man zunächst annehmen mag. Er spricht natürlich gerade Zugfreunde an, aber auch Laien wie ich kriegen es irgendwann hin, die ganzen Tonnen an Stahl zu bewegen. Die Optik ist zwar typisch für Simulatoren nicht gerade ansehnlich, aber das unverbrauchte Setting hat mir schon gefallen. Schön ist es, dass wir hier in Ego-Perspektive eben nicht nur die Lok steuern, sondern auch immer wieder mal aussteigen, Jobs erledigen und auch minimal auch unser Wohlbefinden im Auge behalten müssen. Das Fahren mit der Lok ist aber klar der Hauptteil des Spiels und hat mich entspannt. Das Spiel ist dementsprechend schon etwas für Leute, die eine entspannte Erfahrung suchen.



Über die German Steam Community habe ich das Spiel durch das Kuratorenprogramm kostenlos vom Entwickler gestellt bekommen. Das hat keinen Einfluss auf die Wertung, dient aber als kleiner Transparenzhinweis. Neben der erwähnten Gruppe gibt es übrigens auch noch meine Steamgruppe, in der ich ebenfalls meine Reviews veröffentliche.
Posted 24 October, 2025. Last edited 24 October, 2025.
Was this review helpful? Yes No Funny Award
2 people found this review helpful
3.5 hrs on record
Mit Mut und Verstand

Wenn der eigene Verstand mal wieder Mist baut. Ich glaube, dass kennt auch jeder, oder?

Gameplay
“Figment 2” ist ein isometrisches Abenteuerspiel, in dem wir mit unserem Schwert Feinde verkloppen, Angriffen ausweichen und durch die lineare Welt laufen. Es ist nichts Besonders und dazu auch ziemlich einfach. Das Kämpfen steht dabei nicht alleine im Vordergrund, sondern es gibt auch immer wieder einfache Rätsel und Storyabschnitte. Hier und da bringt das Spiel auch nette Ideen mit ein und lockert so seine kurze Spielzeit von ca. 4 Stunden zusätzlich auf.
https://eo.steamhost.cc/steamcommunity_com/sharedfiles/filedetails/?id=3591541595
Das Spiel ist zwar im lokalen Koop möglich, allerdings hat der zweite Spieler sehr wenig zu tun. Als Vogel müssen die Rätsel nicht gelöst werden und im Kampf macht Spieler 2 nur wenig Schaden. An vielen Stellen gibt es auch überhaupt nichts für den zweiten Spieler zu tun und nur ganz selten kann Spieler 2 etwas tun, wozu Spieler 1 nicht in der Lage ist. Er hat auch keine Lebensleiste und fühlt sich generell wie ein eher nutzloser Sidekick an.

Story
Im Verstand eines durchschnittlichen Typens mit Eheproblemen sorgt Dusty mit seinem Vogel Piper für die Vernichtung von Albträumen. Doch plötzlich taucht ein neues Wesen auf. Ein Narr mit zwei Köpfen sorgt für Stillstand und Chaos im Verstand und möchte am Liebsten alles zerstören. Jetzt liegt es an den beiden Helden, der Verkörperung von Mut und Klugheit, den verrückten Narren aufzuhalten. Außerhalb des Verstandes erleben wir die Geschichte des Besitzers des Verstandes, der an seiner Work-Life Balance zu scheitern droht. Die Geschichte ist sehr entspannend, zu 0% kompliziert und oft auch etwas lustig. Trotzdem gibt es auch viele Gespräche der Charaktere über Konfliktlösung und Werte. Damit richtet sich das Spiel auch an Kinder, kann aber auch problemlos von Erwachsenen gespielt werden.

Grafik/Sound
Die Grafik ist sehr kunstvoll gestaltet und spielt mit der surrealen Idee des Verstandes. Beispielsweise sehen wir fliegende Bücher mit Augen darauf oder treffen auf den moralischen Kompass. Noch mehr besonders ist bei dem Spiel aber die Musik. Denn an vielen Stellen singen die Charaktere eigene Lieder, die sehr schön zum Moment passen. Die Stilrichtung ist sehr allgemein gehalten und erinnert mich an eine Mischung aus Pop, leichten Rock und Kinderliedern. Aber auch so geben sehr viele Elemente im Spiel Töne von sich und geben dem Spiel einen sehr musikalischen Ausdruck.
https://eo.steamhost.cc/steamcommunity_com/sharedfiles/filedetails/?id=3591540753
Das Spiel selber ist nur im Englischen synchronisiert, bietet aber saubere deutsche Untertitel.

Fazit
„Figment 2“ ist ein sehr oberflächliches und entspannendes Spiel. Der Schwierigkeitsgrad ist niedrig, die Rätsel einfach und trotz Abwechslung wird es auf Dauer etwas eintönig. Die musikalischen Einlagen sind hingegen ein Höhepunkt des Spiels und machen zumindeste einiges wieder wett. Auch der Stil und die Idee kann man hier loben. Der lokale Koop, der ja auch über Steam Online erreicht werden kann, ist hingegen leider fast nicht mehr als ein Zuschauermodus. Er taugt also nicht wirklich etwas, außer jemand möchte das Spiel mit seinem Kind spielen oder einfach mit dabei sein. „Figment 2“ ist ein tolles Beispiel für ein Indiespiel, auch wenn manche Ecken spannender hätten sein können und es sicherlich nicht jeden anspricht. Es richtet sich eher an Kinder, Eltern oder Leute, die mal etwas casual haben wollen. Und genau für diese Zielgruppe kann ich es durchaus empfehlen, auch wenn eine deutsche Vertonung hier viel geholfen hätte. Der normale Preis wäre mir aufgrund der geringen Spielzeit aber klar zu viel.


Na, winden sich deine Gehirngänge auch schon, wenn es darum geht, ein neues Spiel für dich zu finden? Ein Blick in meine Steamgruppe oder German Steam Community könnte dabei den Knoten eventuell lösen, da dich dort viele gute Empfehlungen und Warnungen erwarten.
Posted 22 October, 2025.
Was this review helpful? Yes No Funny Award
4 people found this review helpful
3.1 hrs on record
Die DDR. Nur deutlich anders.

Hier treffen wir nicht die nette Art von Mr. Robotic!

Gameplay
“INDUSTRIA” wirkt zunächst stärker wie ein Ego-Shooter, lebt aber auch seinen First-Person Adventure stark aus. So kämpfen wir zwar gegen Feinde, jedoch steht auch das Erkunden in klassischer Manier auf dem Plan. So fühlt sich der Titel nicht wie ein reiner Shooter, aber eben auch nicht wie ein Walking-Simulator an. Die insgesamt nur 5 Waffen fühlen sich dabei angenehm wuchtig und zeitgemäß an und erfüllen auch sinnvoll unterschiedliche Zwecke.
Die Pistole ist beispielsweise keine schlechte Allzweckwaffe, aber wenn man in einer engen Wohnung steht und drei Feinde auf einen zulaufen, ist einem die Schrotflinte in der Situation eben doch lieber.
Im Spiel finden wir neben Notizen auch Munition und Heilung in Schränken. Ressourcen kann man immer gut brauchen und dementsprechend belohnt das Spiel auch sehr gut das Suchen in ungewöhnlichen Ecken. Das weckt auf jeden Fall meinen Entdeckergeist.
https://eo.steamhost.cc/steamcommunity_com/sharedfiles/filedetails/?id=3561310220
Schon schon auf dem normalen Schwierigkeitsgrad muss man in zumindest “INDUSTRIA” aufpassen. Mit genügend Munition, die durchaus vorhanden ist, lassen sich die meisten Feinde zwar auf Abstand halten, aber ein Treffer tut weh und die Heilung ist auch auf “Normal” im Vergleich zur Munition eher rar gesät. Aber insgesamt ist das Spiel dennoch zu leicht ausgefallen. Leider ist der Titel auch vergleichsweise kurz. Man kann zwar sicherlich über einen zweiten Durchgang überlegen, aber bereits nach 4 Stunden hat man das Spiel komplett erlebt.

Story
Am 09.11.1989 erwachen wir als Nora in Ost-Berlin in unserer Wohnung. Der 9. November 1989? Wer jetzt in Geschichte ansatzweise aufgepasst hat, kennt das Datum. Das Ende der DDR steht hier jedoch nicht im Vordergrund. Nora bekommt nämlich einen Anruf aus der Forschungsanlage nebenan und möchte ihren Freund und Kollegen Walter helfen, der zusammen mit ihr an einem Geheimprojekt gearbeitet hat. Es wird ja auch schon auf der Steamseite gezeigt: Wir landen kurzerhand in einem Paralleluniversum mit seltsamen Maschinen und einer alternativen Realität, in der die Stadt sehr verlassen ist. Was ist hier passiert und wo ist Walter? Auf der Suche durchstreifen wir angenehm unterschiedliche Gebiete der Stadt und erfahren immer mehr über diese Parallelwelt, in der die Menschen teils noch Dampfmaschinen verwenden und teilweise hochmodern gelebt haben.
Die eigentliche Story ist dabei durchaus schön geschrieben. Das wirklich Spannende ist hier aber die Welt. Das Ende des ersten Teils kommt dazu etwas abrupt und lässt durchaus viele Fragen offen, die möglicherweise jedoch im zweiten Teil dann beantwortet werden.

Grafik/Sound
“INDUSTRIA” sieht wirklich nicht schlecht aus. Besonders fand ich den Titel auch deswegen, weil er im Kern von zwei Leuten entwickelt wurde und diese beiden deutschen Entwickler ganz schöne Ambitionen mitgebracht haben. Zwar gibt es hier und da ein paar Fehler in der Textur, aber das Setting wird wirklich schön präsentiert. Hier hat man sich wirklich auf seine Stärken berufen und versucht, durch die Grafik der Unreal Engine, aber gerade auch durch die Szenerie zu glänzen. Besonders fällt das im Setting auf, in dem sich frühe Anlagen der Industrialisierung wie Dampfmaschinen mit 80er Jahre und Science-Fiction mischt.
https://eo.steamhost.cc/steamcommunity_com/sharedfiles/filedetails/?id=3561309623
Die musikalische Untermalung gefällt mir. Zusätzlich finden wir manchmal sogar Schallplatten, die wir uns anhören dürfen. Schön ist beim Sound auch die englische Vertonung, auch wenn es bei einem deutschen Studio und Setting natürlich schade ist, dass es keine deutsche Sprachausgabe gibt. Aber das ist bei einem Indietitel natürlich verständlich. Besonders mag ich auch die Waffengeräusche und generell die Soundeffekte, die man hier nicht vernachlässigt hat. So fühlt sich beispielsweise die Pistole einfach richtig so an, als würde ich eine alte Makarov benutzen.

Fazit
„INDUSTRIA“ ist ein kurzes, aber spannendes Abenteuer, dass mich gerade aufgrund seines Szenarios gelockt hat. Viele Aspekte wie das Suchen nach Ressourcen, dem Waffenhandling und der Atmosphäre lassen erahnen, wie sehr sich die beiden Entwickler an Half-Life orientiert haben. Trotzdem macht „INDUSTRIA“ stark sein eigenes Ding und setzt dabei mit begrenzten Möglichkeiten auf die Stärken: Ein unverbrauchtes Setting, besondere Feinde und das Gefühl nach etwas Neuem und gleichzeitig etwas Altem.



Wenn dir das Review gefallen hat und du sogar das Spiel schon gespielt hast, lohnt sich wohl auch ein Blick auf INDUSTRIA 2. Ansonsten freue ich mich auch gerne über Support und Leser von meiner Steamgruppe und auch der German Steam Community, in denen ich meine Reviews veröffentliche. Wenn du dort dem Kuratorenprogramm folgst, werden dir die Reviews direkt auf der Shopseite angezeigt und du weißt, woran du bist.
Posted 8 September, 2025. Last edited 8 September, 2025.
Was this review helpful? Yes No Funny Award
4 people found this review helpful
14.3 hrs on record
Auf Quadraten durch die Dunkelheit

Leute mit Arachnophobie sollten hier lieber die Finger von lassen. Hier gibt es viele Roboter mit Spinnenbeinchen!

Gameplay
“Vaporum” ist ein Spiel, dass sich wie viele Spiele in den 80ern und frühen 90ern auf ein Gitternetzsystem zur Bewegung verlässt. Das heißt, wir bewegen uns auf Quadraten durch die Spielwelt. Dabei bekämpfen wir mit Nah- und Fernkampfwaffen als auch mit Fähigkeiten Feinde, die uns auch schon auf normalen Schwierigkeitsgrad schnell den Garaus machen können. Sich vorsichtig und clever zu bewegen ist hier der Schlüssel. Aber auch unsere Skillung und die Auswahl an Ausrüstung kann uns hier weiterhelfen. Hier können wir verschiedene Strategien einschlagen und uns ein wenig spezialisieren. Weiterhin erkunden wir die einzelnen Ebenen und können dabei auf Geheimnisse und Rätsel stoßen, die manchmal gar nicht so leicht zu knacken sind. Häufiges Speichern ist Pflicht, aber auch das gehört zu Spielen dieser Sorte dazu. Für Rätsel und Kämpfe haben die Entwickler von “Vaporum” einen Mittelweg für die Bewegung gefunden. So können wir uns recht flüssig bewegen, aber auf Bedarf können wir die Zeit so anhalten, dass sie nur weiterläuft, wenn wir selber handeln. Das ermöglicht uns präzises Ausweichen und Zuschlagen oder auch das Lösen von zeitbasierten Rätseln. Finde ich gut. Die Spielzeit variiert je nachdem, wie viele Rätsel man mitnehmen möchte, wie schnell man sie knackt und ob man nach weiteren Geheimnissen Ausschau hält. Aber nach ca. 12 Stunden sollte man langsam ans Ende gekommen sein. Spielbar ist der Titel übrigens gut mit Tastatur, aber auch mit dem Controller, auch wenn man sich zunächst an die Steuerung gewöhnen muss.

Story
Klassischer kann ein Spiel schon gar nicht mehr beginnen: Ohne Gedächtnis erwachen wir am Fuße eines Turmes, der auf einer kleinen Insel liegt. Wir betreten Arx Vaporum und finden uns inmitten verrückter Feinde und seltsamen Experimenten wieder.
https://eo.steamhost.cc/steamcommunity_com/sharedfiles/filedetails/?id=3556364587
Aufgrund des Settings und der Optik mancher Feinde muss der erfahrene Spieler hier sicherlich an Bioshock denken. Es geht abseits davon aber mehr in die Richtung Steampunk bzw. Dieselpunk. Klar, das Prinzip bleibt gleich und Mana wird zu Energie. Aber das Ganze drumherum macht schon was her. Die Geschichte wird überwiegend in Notizen und Audiotagebüchern erzählt. Die Geschichte ist nicht uninteressant, aber gerade die Stimmung ist das Spaßige.

Grafik/Sound
Die Grafik von Vaporum ist zwar nicht AAA, aber schon hübsch für ein kleines Studio. Wie erwähnt, kommt gerade die Atmosphäre trotz der quadratischen Bewegung gut rüber. Die Level sehen verschieden aus und sorgen für etwas Abwechslung. Innerhalb der Ebenen gibt es nicht sehr viel Variation, was aber einerseits der Übersicht und andererseits auch Teil der Hommage an die alten Spiele des Genres ist.
https://eo.steamhost.cc/steamcommunity_com/sharedfiles/filedetails/?id=3556365353
Die Soundkulisse ist super und die englischen Sprecher leisten eine gute Arbeit. Die deutsche Textübersetzung ist professionell und reibungslos.

Fazit
„Vaporum“ ist zwar oldschool, wartet aber mit einer tollen Grafik, schickem Design und einer Steampunkatmosphäre auf. Lange Zeit waren Abenteuer dieser Art ausgestorben, aber mit Legend of Grimrock bekamen diese gitterbasierten Spiele wieder etwas Aufwind. Besonders hat mich das Setting angesprochen, aber auch über den Rest konnte ich nicht klagen. Die Rätsel waren teils echt knifflig und das Spiel insgesamt auch auf dem normalen Schwierigkeitsgrad herausfordernd. Aber gleichzeitig ist das Spiel auch fair und wer sich das Verhalten von Feinden anschaut, kann auch auf höheren Schwierigkeitsgraden bestehen. Im Angebot habe ich „Vaporum“ für unter 2€ aufgrund einer Empfehlung gekauft und kann euch nun ebenfalls eine Empfehlung aussprechen. Wer mit dem Spielprinzip etwas anfangen kann, sollte sich „Vaporum“ auf jeden Fall anschauen!


Dir hat diese Empfehlung gefallen und du suchst noch weitere? Alte wie neue Spiele werden fleißig von mir in meiner Steamgruppe oder der German Steam Community reviewt. Folge doch den Gruppen im Kuratorenprogramm und dir werden die Reviews direkt im Shop angezeigt und du weißt, woran du bist.
Posted 3 September, 2025. Last edited 3 September, 2025.
Was this review helpful? Yes No Funny Award
4 people found this review helpful
10.5 hrs on record
Eine schwierige Verbindung

Stell dir vor, du müsstest 100% deiner Zeit mit jemanden verbringen, der nicht mit dir redet. Das alleine würde mich ja schon fertig machen. Aber wenns dann auch noch übernatürlich wird…

Gameplay
“Beyond: Two Souls” ist stark auf die Story konzentriert und gaukelt im Grunde mehr Gameplay vor, als es wirklich hat. Es ist zwar kein Walking-Simulator, aber auch kein Spiel, bei man besonders viel nachdenken muss. In einzelnen Situationen müssen wir schnell reagieren oder können verschiedene Möglichkeiten zum Vorankommen nutzen. Die Steuerung ist allerdings recht klobig und sehr limitierend. Das Spiel ist dazu auf dem Höhepunkt von Quick-Time-Events rausgekommen und dementsprechend gibt es da einige. Leider schränkt das Spiel oft ein. Erkunden wir beispielsweise die Umgebung, dürfen wir erst nach dem Fortschritt in der Story bestimmte Objekte einnehmen. Beispielsweise untersuchen wir in der Story ein Labor, können die Schlüsselkarte erst von einer Leiche nehmen, wenn wir einmal an die gesicherte Tür gegangen sind. In dem Beispiel ist das ja vielleicht noch verständlich, aber so ähnlich kommt es leider sehr oft vor. “Spielerisch” fühlt sich das Spiel also schon unhandlich und auch etwas unbequem an.
https://eo.steamhost.cc/steamcommunity_com/sharedfiles/filedetails/?id=3547027582

Das Spiel lässt sich aber immerhin im Koop spielen, wobei ein Spieler dann unsere Protagonistin und der andere die übernatürliche Kraft steuert. Das passiert natürlich abwechselnd und bietet eine gewisse Dynamik. Gerade wenn der eine Spieler mit der übernatürlichen Kraft gegen den Willen des anderen ein wenig herumalbert.

Story
Wir schlüpfen in die Rollen von Jodie, einer jungen Frau und ihrem übernatürlichen Begleiter, den sie als “Aiden” bezeichnet. Das war jetzt kein Spoiler, da dies bereits in den ersten 10 Minuten des Spiels klar wird. Generell wird die grobe Handlung sehr schnell klar. Wahlweise erleben wir die Geschichte wie vorgesehen und springen zu verschiedenen Punkten in Jodies Leben oder erleben die Geschichte in chronologischer Reihenfolge, wobei dies vom “Prolog” bis zu Jodies Kindheit und in die Zukunft geht.
Am Ende von jedem Kapitel wird eingeblendet, wie andere Spieler sich verhalten haben. Das Kapitel verändert sich zwar manchmal stärker je nach unseren Entscheidungen, aber langfristig ändert sich leider sehr wenig an der Story. Es gibt zwar viele Veränderungen im Kleinen, jedoch bleibt das Spiel schon sehr wie es ist.
https://eo.steamhost.cc/steamcommunity_com/sharedfiles/filedetails/?id=3547026683
Die Geschichte ist zum Teil vorhersehbar, allerdings war sie trotzdem schön inszeniert. Außerdem lockte mich die Erzählstruktur, die uns sehr viel über unsere beiden Protagonisten und den Werdegang erzählt und die Geschichte spannend hält.

Grafik/Sound
Die Grafik des ursprünglich schon für die Playstation 3 erschienenden sieht heute altbacken aus. Man kann das Spiel zwar trotzdem noch gut spielen, aber man merkt dem Titel schon sein Alter an, wenn es um Gesichter oder Animationen geht. Die wechselnden Kameraperspektiven sollen das Ganze zwar besser wirken lassen, allerdings nerven sie oft auch und engen den Blickwinkel unangenehm ein. Auf technischer Ebene lässt sich hier also ein wenig bemängeln, es ist aber noch ok.
Die Sprecher, auch die deutschen Synchronsprecher, leisten hier einen guten Job und das Spiel ist meist auch gut auf die deutsche Synchronisation angepasst worden. Die restliche Soundkulisse ist gut.

Fazit
„Beyond: Two Souls“ erzählt eine Geschichte, die man zum Teil einfach kennt. Schön ist hier jedoch die Erzählstruktur und auch wenn man manche Dinge vorausahnen könnte, motiviert das Spiel zum Weiterspielen. Nach ihrem absolut durchschlagenden Erfolg mit Heavy Rain und wieder großen anschließendem Erfolg mit Detroit: Become Human reiht sich „Beyond: Two Souls“ allerdings eher wie eine kleine Nische in die Geschichte des Studios ein. Für mich lässt sich das Spiel am besten als okay bezeichnen. Es war eine gute Unterhaltung, aber auch nicht viel mehr als das. Da würde ich doch eher zu anderen Spielen dieser Art raten, kann mich aber auch nicht gegen einen Kauf von „Beyond: Two Souls“ aussprechen.


Du magst Spiele, die schon eher an einen Film erinnern? In meiner Steamgruppe und der German Steam Community gibt es sehr viele Reviews zu diesen und weiteren Spielen. Schau da doch mal vorbei!
Posted 27 August, 2025.
Was this review helpful? Yes No Funny Award
< 1  2  3 ... 100 >
Showing 1-10 of 996 entries